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Österliche Hoffnung - auf eine Zukunft in Deutschland

Wie eine irakische Flüchtlingsfamilie nach fünf Monaten Flucht Ostern in einem Essener Asylbewerberheim feiert

Essen (cde) Feierliche Gottesdienste auf Aramäisch, der Sprache Jesu, bunt gefärbte Ostereier, ein hübsches neues Kleid zum Fest, ja sogar blühende Osterglocken: All das gehörte für die Familie Baschir (Name geändert) aus dem Irak zum Osterfest in ihrer Heimat. Doch dieses Jahr ist alles anders. Die siebenköpfige Familie, die zur christlichen Minderheit im Land gehört, ist gerade in Essen angekommen – nach fünf Monaten auf der Flucht.

Als kleines Mädchen wurde Hanna vor Ostern von der Großmutter in den kleinen Wald am Rande von Karakosch, die Christen-Hochburg im Norden des Iraks, geschickt. Sie sollte Gras und Moos sammeln, um damit die Ostereier zu färben. Die Großmutter brauchte viel Gras. Denn Ostern kommt traditionell die gesamte Großfamilie zusammen, und alle Familienmitglieder bekommen ein Ei geschenkt. Genau wie die Nachbarn und Freunde, die man in der Woche nach Ostern besucht. Die Frauen sitzen bei Tee und süßem Gebäck, die Männer bei Raki und gesalzenen Nüssen zusammen. „Für mich war es immer das schönste Fest im Jahr“, sagt Hanna, gläubige Christin, die der syrisch-katholischen Gemeinde angehört. „Alle sind fröhlich, die Natur erwacht. Es ist die beste Zeit im Jahr, angenehm warm, nicht so heiß wie im Sommer mit manchmal 50 Grad.“ Und tatsächlich blühen auch in ihrer Heimat, in der Ebene von Ninive, Osterglocken.

Von feierlicher Osterstimmung weit entfernt
Dieses Osterfest verbringt die sympathische junge Frau mit ihrem Ehemann Thaddeus, einem Sportlehrer, den drei Kindern und den Schwiegereltern in einem Asylbewerberheim in Essen. Dort teilen sich die Sieben mit einer anderen Familie ein Zimmer, das in der Mitte durch einen Vorhang abgeteilt ist. Im Gemeinschaftraum des Heims steht ein Strauß mit Ostereiern. Doch von feierlicher Osterstimmung ist die Familie weit entfernt, zu groß sind die Sorgen. Der Asylantrag ist gestellt, jetzt bleibt nichts als Warten. „Wir würden gerne etwas tun, wir möchten Deutsch lernen und hoffen, dass unsere Kinder in den Kindergarten und in die Schule gehen können“, sagt der Familienvater. Talal Eshaq, ehemals Mathematik-Professor, der ebenfalls aus Karakosch stammt und schon länger in Deutschland lebt, übersetzt seine Worte.
Ihr Heimatort im Irak, wo vor fast zwei Jahrtausenden die ersten christlichen Gemeinden überhaupt gegründet wurden, ist so gut wie entvölkert. Die Terrormiliz Islamischer Staat bedrohte die Einwohner, zu 97 Prozent Katholiken, massiv. Es fielen Bomben, die Christen wurden unter Druck gesetzt. Thaddeus: „Wir lebten in ständiger Angst“.

Fünf Monate auf der Flucht
Auf dem Höhepunkt des Terrors im vergangenen August mussten sie sich innerhalb von 24 Stunden entscheiden. Es gab drei Möglichkeiten: zum Islam konvertieren, ein hohes Kopfgeld zahlen oder fliehen. Sie entschieden sich für die Flucht, ließen ihr gesamtes Hab und Gut zurück und retteten sich in ein Flüchtlingscamp auf kurdischem Gebiet. Diese Lager aus Zelten und Containern werden durch ausländische Hilfe, unter anderem auch von der Caritas im Bistum Essen, unterstützt. Die Bedingungen dort sind sehr schlecht. „Es gibt kaum etwas zu essen, das Wasser ist knapp. Die Leute versuchen irgendwie am Leben zu bleiben“, erzählt Shairzid Thomas von der Caritas Flüchtlingshilfe Essen. Er ist gerade aus dem Krisengebiet zurückgekehrt. Der Verein kümmert sich um Flüchtlinge im Nordirak und in Essen. Thomas schätzt die Zahl der christlichen Flüchtlinge allein in der Stadt Essen auf über 1500 Personen.
Die Familie Bashir floh nach ein paar Wochen im Camp mit Hilfe von Schleusern nach Deutschland - fünf Monate auf der Flucht mit drei Kindern (4, 6 und 9 Jahre) und einem Großvater, der blind, taub und herzkrank ist.
Ihr Haus in Karakosch, so haben sie erfahren, ist geplündert und mit einem großen roten N – für Narsara, übersetzt Christ – beschmiert. „Möbel, Kühlschrank, alles ist weg. Sogar die Fenster haben sie ausgebaut“, erzählt Ehemann Thaddeus. Um dann klarzustellen. „Aber das ist nicht wichtig. Hauptsache, unsere Familie ist in Sicherheit. Wir wollen von vorne anfangen“.
Marta, die sechsjährige Tochter, ist erst ein wenig schüchtern Fremden gegenüber, aber schon bald zu einem einnehmenden Lächeln bereit. Tamas, der große Bruder (9), ist ein stiller Junge. Und Arthr, mit vier Jahren der Jüngste, macht einen fröhlichen Eindruck, dem Knirps, so scheint es, sitzt der Schalk im Nacken. Doch nachts oder wenn zwischendurch die Sirenen eines Krankenwagens zu hören sind, fangen die jüngeren Kinder an zu weinen, erzählt die Mutter. Die Erlebnisse der Bombardierungen im Irak sitzen tief.

Eine neue religiöse Heimat
In der Franziskanergemeinde Heilig Kreuz in Huttrop hat die Familie eine religiöse Heimat gefunden. In der Kirche an der Franziskanerstraße dürfen die 300 Mitglieder der syrisch-katholischen Gemeinde in Essen ihre Gottesdienste feiern. „Die Auferstehung Jesus feiert man ihm Irak sehr intensiv, über viele Tage“, erzählt Talal Eshaq. Es beginnt am Gründonnerstag mit einem Gottesdienst, in dem ein Priester zwölf Kindern die Füße wäscht – so wie Jesus die Füße seiner Jünger gewaschen hat und wie der Papst es heutzutage zum Auftakt der Osterfeierlichkeiten praktiziert. Die syrisch-katholische Kirche, deren Oberhaupt der Patriarch von Antiochia ist, orientiert sich stark an der römisch-katholischen Kirche. Sie erkennt den Papst an – anders als die syrisch-orthodoxe Kirche, die parallel existiert. Karfreitag wird der Leichnam Jesu symbolisch zu Grabe getragen, Ostersonntag wird seine Auferstehung in einem mehrstündigen Gottesdienst gefeiert. Anschließend folgen die Besuche von Familienmitgliedern und Freunden - eine ganze Woche lang, bis zum Weißen Sonntag. Traditionell zelebrieren die syrisch-katholischen Christen ihre Liturgie noch heute in Aramäisch, der Sprache Jesu, zum Teil aber – des besseren Verständnisses wegen – auf Arabisch, so auch in Essen. In ihr Gebet zu Ostern wird die Familie Baschir wohl die Bitte um ihre Zukunft einschließen. „Im Irak haben wir keine Zukunft. Wer den Vermerk Christ im Ausweis stehen hat, bekommt keine Arbeit, die Kinder werden schikaniert. Man kann niemandem trauen. Wären wir geblieben, wären wir vielleicht schon tot“, sagt Thaddeus. Er hofft, dass der Asylantrag positiv entschieden wird, dass die Familie in eine Wohnung umziehen und er arbeiten kann. „In der kurzen Zeit, die wir in Deutschland sind, habe ich den Eindruck gewonnen, dass man in diesem Land frei leben kann.“ (Text: Gabriele Beautemps)

Der Caritas-Flüchtlingshilfe Essen e.V. bittet um Spenden für die Arbeit mit Flüchtlingen
Empfänger: Caritas-Flüchtlingshilfe Essen e.V.
IBAN: DE45 3606 0295 0000 1026 28
BIC: GENODED1BBE
Kontonummer 102628, BLZ 360 602 95 (Bank im Bistum Essen)

- PI 019 / 2015 - Essen, den 01.04.2015

Meldung vom 01.04.2015




Akzente Duisburg 2015 präsentiert Caritas-Wanderausstellung:

„Die Welt zu Hause in Hochfeld“

Unser schöner, bunter „Schmelztiegel Duisburg“ mit all seinen Chancen und Herausforderungen manifestiert sich nirgendwo so eindringlich wie in Hochfeld – jenem Stadtteil mit jahrzehntelanger Zuwanderungsgeschichte: 17.000 Menschen aus 93 Nationen leben hier, oft in prekären Lebenssituationen.

Was bedeutet das für die Kinder? Wo ist ihre Heimat, wo finden sie sie in ihrem Stadtteil? Der Caritas-Fachbereich Sozialarbeit und Betreuung an Schulen (SuB) hat gemeinsam mit dem Duisburger Fotografen Frank Napierala Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Hochfelder Markt mit Einwegkameras ausgestattet und sie auf Foto-Safari geschickt. Die Ergebnisse sind beeindruckend! Und sie illustrieren authentisch, wie die Kinder Hochfeld empfinden. Zu Recht sind die kleinen Künstler stolz auf ihre Wanderausstellung, “Die Welt zu Hause in Hochfeld“, die erstmals im September 2014 anlässlich des Caritas-Samstages präsentiert wurde. Ausgerechnet am Freitag, dem 13. (März), wurde die Ausstellung eröffnet – in Anwesenheit des Bezirksbürgermeisters Reinhard Meyer, des Stadtdechanten und Caritas-Rats-vorsitzenden Bernhard Lücking und Bärbel Bas (MdB).

Auch sieben Fotografinnen und Fotografen waren stellvertretend für insgesamt 21 Mitschüler dabei. Die meisten stammen nicht aus Deutschland, sondern aus der Türkei, aus Ghana, aus Persien, aus Polen, Bulgarien, Griechenland, Italien und Montenegro. In Gegenwart ihrer Klassenlehrerin Maren Gembalis sowie dem Caritas-Duo Julia Köhler und Corinna Stanioch gaben sie das wohl erste Interview ihres Lebens, sichtlich erfreut über die Anerkennung ihrer beträchtlichen Gemeinschaftsleistung. Die 22 Rahmen im Format 40 x 50 cm können beim Caritasverband für das Bistum Essen ausgeliehen werden.

Ansprechpartner: Christoph Grätz 0201 81028 723 christoph.graetz@caritas-essen.de

Meldung vom 16.03.2015




Bistum Essen intensiviert die Flüchtlingshilfe

Bischof Overbeck kündigt lokale Flüchtlingsbeauftragte und einen Hilfsfonds an.
Broschüre mit Tipps für ehrenamtliche Helfer


Duisburg/Essen (cde) Das Bistum Essen möchte die Flüchtlingshilfe der katholischen Kirche an Rhein, Ruhr und Lenne intensivieren und ehrenamtliche und hauptberufliche Helfer in den Pfarreien und Caritas-Verbänden besser miteinander vernetzen. Das sieht ein Plan des Ruhrbistums vor, den Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck am Freitag, 20. Februar, im sozialpastoralen Zentrum „Petershof“ in Duisburg-Marxloh den Stadt- und Kreisdechanten und Caritasdirektoren im Bistum Essen vorgestellt hat.

Zuvor hatte Overbeck das Zentrum an der Marxloher Kirche St. Peter besucht und sich über die Lage der dort untergebrachten Flüchtlinge und das Engagement der ehrenamtlichen Helfer informiert. „Für uns Christen gibt es eine in unserem Glauben wurzelnde Verpflichtung, bedürftigen Menschen und insbesondere auch Fremden und Flüchtlingen zu helfen“, betonte Overbeck in Duisburg. „Dem kommen viele Gemeinden und viele hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen unserer Caritas mit großem Engagement in der Flüchtlingshilfe nach“, so der Bischof. Nun gelte es, dieses Engagement zum Wohle der betroffenen zu bündeln und so zu intensivieren.

Konkret sollen in den Städten und Kreisen im Bistum Essen, lokale Flüchtlingsbeauftragte benannt werden, die vor Ort die kirchliche Flüchtlingsarbeit koordinieren und damit zentrale Ansprechpartner für die Kommunen und andere Partner in der Flüchtlingshilfe werden. Vernetzt werden sie mit einer neuen Arbeitsgruppe, die sich unter der Leitung von Generalvikar Klaus Pfeffer auf Bistumsebene des Themas Flüchtlinge und Zuwanderung annimmt. Zur finanziellen Unterstützung der Flüchtlingshilfe wird das Bistum Essen einen Fonds auflegen, der mit zunächst 250.000 Euro ausgestattet wird. Um das große ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge im Bistum Essen zu fördern, wird der Caritasverband für das Bistum Essen ein Qualifizierungsprogramm erarbeiten. Zudem haben Bistum und Caritasverband gemeinsam eine 32-seitige Broschüre mit vielen Hintergrund-Informationen und konkreten Tipps für Ehrenamtliche entwickelt, die für Flüchtlinge zum Beispiel Hausaufgabenbetreuung, Unterstützung bei Behördengängen oder Freizeitaktivitäten organisieren.

Diese Broschüre kann ab sofort kostenlos beim Caritasverband für das Bistum Essen, Tel. 0201/81028-511 oder E-Mail christine.bueltmann@caritas-essen.de, bestellt werden. (tr)

- PI 010/2015 - Essen, den 20.02.2015

Caritasverband für das Bistum Essen e.V.
Christoph Grätz
Stabsstelle Kommunikation

Am Porscheplatz 1
45127 Essen
Telefon: 0201 / 810 28 - 723
E-Mail: christoph.graetz@caritas-essen.de
Internet: www.caritas-essen.de
www.facebook.com/caritasimruhrbistum

Meldung vom 21.02.2015




Caritas-„Aktien“-Aktion satt & warm: viele "Aktionäre" spenden

Bisher 8.500€ für Mittagsverpflegung in offenen Ganztagsschulen/Aktion geht weiter

Kurz vor Weihnachten hatten sich die Fachbereiche Gemeindecaritas und Sozialarbeit und Betreuung an Schulen (SuB) zusammen getan, um eine dramatische Versorgungslücke zu schließen – ein kurzer Rückblick: Es ging um Schülerinnen und Schüler, die nicht gemeinsam mit ihren Klassenkameraden zu Mittag essen können. Die selten ein Butterbrot dabei haben. „Es kam auch schon vor, dass ein Kind Pommes vom Vortag dabei hatte“, erzählt Eva Kaminski, die Teamleitung Offene Ganztagsschule.

„Viele Eltern können sich eben noch nicht mal die subventionierten 19€ leisten, die das tägliche warme Essen kostet. Und manche Kinder, die bei uns essen, essen bis zu drei oder vier Portionen, weil sie solche Angst haben, nicht satt zu werden. Die Kinder, die nur einen Snack dabei haben, können nur sehnsüchtig auf das warme Essen der Mitschüler schauen.“ Eine Situation, die für alle Beteiligten schwer auszuhalten war. Deswegen kreierte der Caritasverband Duisburg eine maßgeschneiderte „Aktie“: Damit auch diese Kinder satt & warm durch den langen Winter kommen. Gemeint sind Schülerinnen und Schüler der offenen Ganztagsschulen in ganz Duisburg, deren Sozialarbeit und Betreuung der Caritasverband Duisburg als Träger inne hat. „Dabei ist die Not in Hochfeld und in Marxloh am größten. Hier ist auch der Zuzug von Flüchtlingen und Neubürgern aus Südosteuropa am größten“, erklärt Corinna Stanioch, die Leitung des SuB-Bereiches.

„Eine rundum gelungene Aktion!“

Diese Not kann nun dank der tatkräftigen Unterstützung vieler Duisburgerinnen und Duisburger gelindert werden: Über 8.500€ brachte der Verkauf der 5€-Aktien ein! Gemeindecaritas-Mitarbeiter Klaus Peter Bongardt berichtet: „Bis heute halten mich Menschen auf der Straße an, um noch Aktien zu kaufen. Besonders hat mich ein Elternpaar in der Christmette bewegt, das erzählte, ihr Sohn würde neben seinen Geschenken auch unsere Caritas-Aktien unter dem Tannenbaum finden. Er solle wissen, wie es anderen Kindern in unserer Stadt geht.“

Auch Corinna Stanioch ist hoch erfreut „über diese rundum gelungene Aktion! Im Namen des Caritasverbandes und im Namen der Kinder und ihrer Familien möchten mein Kollege Klaus Peter Bongardt und ich uns für die große Hilfsbereitschaft bei allen Aktionären bedanken.“

Eine Hilfsbereitschaft, die ankommt! Und die Freude ist groß:

„Wir freuen uns sehr über die strahlenden Kinderaugen und dass nun mehr Kinder ihren Schultag satt, warm und konzentriert meistern können. Sie alle schlagen beim Mittagessen kräftig zu“, schmunzelt die Caritas-Frau. „Die Schülerinnen und Schüler, neben den deutschen Kindern eben auch Kinder mit Migrationshintergrund, Flüchtlingskinder aus Kriegsgebieten und EU-Neubürger aus Südosteuropa, fühlen sich wohl im Offenen Ganztag. Sie nehmen gerne an allen Aktionen teil und sie lernen rasend schnell Deutsch. Ihr Erfolg in der Schule und ihre Lebensfreude zeigen, dass es bei dieser sehr konkreten Hilfe um mehr geht, als nur um die augenscheinliche warme Mahlzeit! Sie stellt Weichen für das ganze Leben“.

Hinweis:
Die satt & warm Aktien können auch weiterhin beim Caritasverband Duisburg, im katholischen Stadthaus Wieberplatz 2 am Empfang gekauft werden. Und natürlich in allen Caritascentren über die Mitarbeiter der Gemeindecaritas.

Meldung vom 13.02.2015




Ukraine: Caritas international dringt auf besseren Schutz der Zivilbevölkerung

Freiburg/Essen (cde) Die Zivilbevölkerung in der Ukraine muss nach Ansicht von Caritas international deutlich besser geschützt werden. „Die Lage für die Menschen ist durch die anhaltenden Kämpfe prekär. Immer wieder werden Unschuldige verletzt oder getötet“, sagt Oliver Müller, der Leiter von Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. „Die Konfliktparteien müssen sich deutlich stärker für die Sicherheit der Zivilisten einsetzen“, fordert Müller.

Ungeachtet der schwierigen Lage kümmern sich lokale Caritas-Mitarbeiter um die Menschen im besonders umkämpften Osten der Ukraine. Gerade im Winter ist der Bedarf an Decken, warmer Kleidung und beheizten Unterkünften immens. Seit Oktober 2014 leistet die Caritas Ukraine in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt dringend benötigte Unterstützung. Betroffene erhalten Geld, um sich mit dem Nötigsten einzudecken.

Die Hilfe soll mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes nun weiter ausgebaut werden. Geplant ist ein Nothilfeprogramm in Höhe von zwei Millionen Euro, mit dem vor allem Menschen unterstützt werden, die aufgrund der aktuellen Eskalation fliehen mussten. Vor allem Kinder stehen hierbei im Fokus. Seit Beginn des Konfliktes unterstützte die Caritas Ukraine mehr als 31.000 Betroffene in der Ostukraine. Ende 2014 organisierte sie einen Hilfstransport in die Stadt Donezk.

Schätzungen zufolge sind etwa fünf Millionen Menschen unmittelbar von dem Konflikt betroffen. Rund eine Million Menschen wurden seit Ausbruch der Kämpfe aus ihrer Heimat vertrieben.

Zur Unterstützung der Hilfsprogramme von Caritas international ruft die Caritas im Ruhrbistum zu Spenden auf. Spenden werden erbeten:

Empfänger: Caritasverband für das Bistum Essen e.V.
Stichwort: „Humanitäre Hilfe Ukraine“
IBAN DE75 3606 0295 0000 0144 00
BIC GENODED1BBE
Kontonummer 14 400, BLZ 360 602 95 (Bank im Bistum Essen)

Meldung vom 11.02.2015




Caritas-Flüchtlingshilfe: Weitere Spenden sind dringend notwendig

Zwei kleine „Deichmann-Flüchtlingsdörfer“ stehen bereits in Irakisch-Kurdistan
Viele Lebensmittel und Hilfsgüter verteilt, aber die Lage bleibt dramatisch


Essen-Erbil-Dohuk. Auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien und dem Terror des „Islamischen Staates“ haben obdachlose Familien im Nordirak nun dank der Caritas-Flüchtlingshilfe Essen und der Initiative Bekennen.Beten.Spenden des Bistums Essen ein neues Zuhause auf Zeit. Mit Mitteln der Deichmann-Stiftung konnten die Helfer aus dem Ruhrgebiet über den Jahreswechsel in der Autonomen Region Kurdistan zwei Dörfer mit insgesamt 35 Wohn- und Bad-Containern errichten.

Bei einer Reise in die Region haben sich Vertreter des Vereins jetzt über die aktuelle Situation vor Ort informiert. „Mit Hilfe des chaldäisch-katholischen Erzbischofs von Mossul, Emil Shimoun Nona, konnten wir in Ankawa, einem christlichen Stadtteil von Erbil, eine kleinere Container-Siedlung für jesidische Flüchtlinge errichten“, berichtet Rudi Löffelsend von der Caritas-Flüchtlingshilfe. „Ein größeres Container-Dorf ist zudem in Enischke entstanden, einem Bergdorf 50 Kilometer entfernt von der Stadt Dohuk. Die Einwohnerzahl in diesem Dorf hat sich durch christliche und jesidische Flüchtlinge mehr als verdoppelt.“ Insgesamt 120.000 Euro an Spendengeldern hatte die Caritas-Flüchtlingshilfe in den vergangenen Wochen Bischof Nona zur Verfügung gestellt. Neben den Containern seien diese Gelder in Hilfsgüter für Flüchtlingsfamilien investiert worden, berichtet Löffelsend – unter anderem in Kerosin und Lebensmittelpakete für 840 Familien in Ankawa sowie in Matratzen, Decken und Kissen für 61 kurdische Flüchtlingsfamilien aus dem syrischen Kobane.

Weitere Spenden sind dringend notwendig:
Caritas-Flüchtlingshilfe Essen
Konto:102628 bei der Bank im Bistum Essen, BLZ: 36060295,
Stichwort: Flüchtlinge Nord-Irak,
IBAN: DE45360602950000102628; BIC: GENODED1BBE

Rückfragen beantwortet Rudi Löffelsend, Mobil 0171 8357187
Weitere Infos finden Sie unter www.caritas-essen.de

Meldung vom 02.02.2015








Ansprechpartnerin
Claudia Weiss
Wieberplatz 2
47051 Duisburg
Telefon: (0203) 2 95 92-21
cwe@caritas-duisburg.de