Caritas Deutschland - Jahreskampagne 2012
"Armut macht krank"
Statistiken belegen den Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit. Viele Menschen erleben das jeden Tag aufs Neue. Sie müssen mit wenig Geld über die Runden kommen und geraten an den Rand unserer Gesellschaft.
Arm zu sein heißt ja nicht nur, dass ich wenig Geld habe. Es heißt vor allem auch, dass ich viele Sachen nicht mehr so machen kann, wie es eigentlich gesund wäre: Bildungs- und Sportangebote wahrnehmen, einen Urlaub machen oder einfach mal etwas gutes essen. Das betrifft das gesamte Schlagwort "Teilhabe". Die gesellschaftliche Isolation, mit der arme Menschen zu kämpfen haben, ist oft Auslöser für Suchterkrankungen und Depressionen.
Arbeit ist wichtig für die Gesundheit
Ganz wichtig ist es, Menschen in gesellschaftliche Kontakte zu bringen. Das passiert bei uns beispielsweise über Projekte für Langzeitarbeitslose.
Jeder von uns sehnt sich nach Anerkennung und braucht ein gesundes Maß an Selbstwertgefühl, um nicht depressiv zu werden. Darum ist es wesentlich,
den Betroffenen eine Aufgabe zu geben.
Sie müssen, wenn sie am Morgen aufstehen, wissen, dass sie etwas zu tun haben. Wir geben arbeitslosen Menschen die Chance,
in einem Second-Hand-Markt zu arbeiten. Hier können Sie gebrauchte Waren verkaufen oder in unserem Café arbeiten. Eine sinnvolle Aufgabe und positive Rückmeldungen von Kunden und Kollegen sind enorm wichtig für unsere Klienten. Denn Arbeit heißt nicht nur Geld verdienen, sondern vor allem auch Integration.
Text von http://www.caritas.de/kampagne2012/menschen/armutverhinderteinegesundeteilhabe
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