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14.2.19 - 11:16 Von Weiss e-mail @ Autor

„Ich bin Feuer und Flamme!“

Robin Frenzer, Azubi in der Altenpflege hochgeladenes Bild

Eigentlich sitzt Robin Frenzer, 25, meistens auf dem Beifahrersitz, wenn er seine Tagestour beginnt: Er ist schließlich noch Azubi im ersten Lehrjahr bei der Sozialstation Walsum des Caritasverbandes Duisburg. Jeden Tag begleitet er seine Kolleginnen und Kollegen, um von ihnen zu lernen und um sie in der Pflege zu unterstützen. Und das macht er richtig gerne, denn der sympathische junge Mann mit exzellenten Manieren ist angekommen - in dem auch für ihn überraschenden Traumberuf Altenpfleger.

„Das war überhaupt nicht geplant und ich hatte mit der Pflege bis dahin noch nie etwas zu tun gehabt,“ berichtet er lächelnd. „Nach der mittleren Reife habe ich so einiges angefangen und auch wieder abgebrochen, z.B. eine Ausbildung zum Bürokaufmann, aber das war echt nichts für mich. Danach habe ich mich eine Weile mit Aushilfsjobs über Wasser gehalten.“

Bis ein Freund zu ihm sagte, versuch´s doch mal mit Altenpflege:
„Ich wohne in Walsum, kannte die Caritas und bin dann einfach mal dahingegangen.“
Das war vor zehn Monaten. Noch heute ist ihm die Freude über den herzlichen Empfang anzusehen. „Christina, also Frau Paetsch, die Leitung der Sozialstation, war so nett und da hat es gleich Klick gemacht. Auch die Kolleginnen und Kollegen sind klasse, ich fühle mich richtig wohl hier, stehe morgens wieder gerne auf und freue mich auf die Arbeit.“

Eine Arbeit mit und für Menschen, das war ihm schon immer wichtig:
„Ich mag unsere Patienten und sie freuen sich richtig, wenn sie mich sehen. Besonders berührt mich ein alter Herr, der gar nicht mehr richtig sprechen kann. Stattdessen nimmt er meine Hand, legt sie an seine Wange und küsst sie anschließend. Für viele Menschen sind wir der einzige Kontakt zur Außenwelt, das macht mich schon traurig. Aber umso mehr bemühe ich mich, gut gelaunt und offen auf sie zuzugehen.“

Auf Menschen, denen er zur Seite steht und die ihm so viel zurückgeben.
„Ich höre ihnen gerne zu und lerne von ihnen viel über Dankbarkeit,“ erzählt Robin.
„Das ist das höchste Gefühl! Ich bin zum Beispiel dankbar für die Zeit, in der ich lebe. Viele meiner Patientinnen und Patienten mussten Unerträgliches im Krieg erleben.“

Und auch über das Sterben hat der Azubi schon etwas gelernt:
„Der Tod des ersten Patienten ist mir sehr nahegegangen. Aber ich habe hier gelernt, dass man das Erlebnis verarbeiten kann, das Team fängt einen auf. Und diese Erfahrung wird mir auch im Privatleben helfen.“

„Tolles Team!“

Überhaupt das Team, das so gut miteinander arbeitet und gegenseitig für sich einsteht:
„Das fühlt sich schon ein bisschen wie eine Caritas-Familie an“, bestätigt Robin.
Besonders gefallen ihm die Teamsitzungen am Donnerstag, wenn sich alle um den großen Tisch im Aufenthaltsraum versammeln, um bei einem gemeinsamen Mittagessen alles Wichtige besprechen.
Für ihn stimmt aber nicht nur die Arbeit und das Arbeitsumfeld, sondern auch das Gehalt.
„Als Azubi im ersten Lehrjahr verdiene ich 884 Euro netto, so viel habe ich in meinem Aushilfsjob nicht verdient!“

Bewerbungen nimmt die Caritas laufend entgegen:
Bewerbung@caritas-duisburg.de (Unterlagen in einem einzelnen Anhang).
Mehr Infos über soziale Berufe beim Caritasverband Duisburg:
http://www.caritas-duisburg.de/movie.html



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