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01.3.19 - 10:00 Von Weiss e-mail @ Autor

Heimat Caritas

Vom Mutter-Kind-Haus ins Altenheim: Junge Mutter wird Altenpflegerinhochgeladenes Bild

„Ich weiß, was mir guttut und danach handele ich“, sagt Tamara Mozebach, 18, Mutter eines dreijährigen Sohnes selbstbewusst. Und die Ausbildung zur Altenpflegerin tut ihr gut; das glaubt man sofort, wenn man sieht, wie umsichtig und selbstbewusst sie sich im Caritas Altenheim St. Clemens bewegt. Und wie sehr ihre Kolleginnen und Kollegen sie auf Augenhöhe behandeln und respektieren.

„Sie ist angekommen,“ bestätigt Einrichtungsleitung Susanne Pietsch lächelnd und ist froh, dass sie Tamara hat. Denn Azubis in der Pflege sind heiß begehrt und kaum zu kriegen. Da war es praktisch, Tamara quasi aus den eigenen Reihen rekrutieren zu können, denn die Teenager-Mutter wohnt in der Mutter-Kind-Einrichtung Irmgardishaus der Caritas. Deren Einrichtungsleitung Kirsten Trumpold und Susanne Pietsch hatten sich einst zum Thema „Nachwuchskräftemangel“ ausgetauscht und dann drängte sich die Idee förmlich auf.

„Erst war ich mir ja nicht sicher“, berichtet die junge Mutter, „aber dann habe ich ein dreiwöchiges Praktikum im St. Clemens gemacht. Das hat mir so gut gefallen, dass ich noch weitere drei Wochen dortgeblieben bin.“ Der Rest ist Geschichte!

„Ich lerne so viel von den alten Leuten, z.B. wie sie sich beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiel konzentrieren können. Oder von den Geschichten, die sie mir aus ihrem Leben erzählen. Viele von unseren Senior**innen sind so fit im Kopf! Und das Essen hier ist toll, da lerne ich ganz nebenbei auch noch das Kochen.“

Und so sieht nun ihr Frühdienst aus:
„Morgens findet die Übergabe statt, anschließend pflegen wir die Bewohnerinnen und Bewohner und verteilen die Medikamente. Nach dem Frühstück gibt es verschiedene Angebote: Bingo oder andere Spiele oder ein Gottesdienst. Dann wird es auch schon Zeit fürs Mittagessen, das gemeinsam und mit frischen Zutaten gekocht wird. Danach bringen wir die Bewohner, die es möchten, ins Bett. Anschließend habe ich schon Feierabend und hole Liam von der Kita ab.“

Keine Frage, diese Teenager-Mutter geht ihren Weg. Und das offensichtlich „vorbildlich“, denn in der Zwischenzeit hat sich eine weitere Mitbewohnerin des Irmgardishauses durch sie inspirieren lassen, sich ebenfalls im St. Clemens zu bewerben. Eine gute Entscheidung, findet Tamara:

„Das Team ist sehr nett und von den alten Menschen bekommt man so viel zurück. Ihre Dankbarkeit erwärmt mein Herz, das muss ich schon sagen,“ erzählt sie sichtlich gerührt und fügt dann hinzu: „mein Mutterherz…“
Berührungsängste bei der Pflege von alten Menschen habe sie schon lange nicht mehr, betont sie:„Irgendwann brauchen wir alle mal Pflege, dann sind wir froh, wenn jemand da ist!“

Jemand, der seinen Job gut und gerne macht.
Jemand wie Tamara eben, die imAltenheim St. Clemens richtig angekommen ist.

Bewerbungen nimmt der Caritasverband laufend entgegen: Bewerbung@caritas-duisburg.de

Weitere Infos gibt es hier: http://www.caritas-duisburg.de/movie.html



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