Die Untersuchungen im Überblick
Die Untersuchungen umfassen eine Archivrecherche und eine Interviewstudie mit Betroffenen.
Archivrecherche
Die historische Archivrecherche zur Geschichte des Schifferkinderheims wird von Herrn Prof. Dr. Andreas Henkelmann (Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Paderborn) durchgeführt.
Ziel der Archivrecherche ist es, die historischen Strukturen, Verantwortlichkeiten und Abläufe wissenschaftlich aufzuarbeiten und ein möglichst umfassendes Bild der damaligen Gegebenheiten zu gewinnen.
Interviewstudie
Die Interviewstudie mit Betroffenen wird von Frau Prof. Dr. Manuela Dudeck, Ärztliche Direktorin der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm, und ihrem Team durchgeführt. Die Studie dient dazu, die Erfahrungen und Erlebnisse der Betroffenen strukturiert zu erfassen und fachlich einzuordnen. Gleichzeitig soll sie sicherstellen, dass die Perspektiven der Betroffenen systematisch in den Aufarbeitungsprozess einfließen, und eine aktive Beteiligung der Betroffenen ermöglichen.
Um möglichst viele Betroffene zu erreichen und zugleich Transparenz über den Prozess herzustellen, veröffentlichte die Caritas Duisburg im Mai 2026 einen Aufruf über verschiedene Medien und Kanäle. Es ist möglich, dass sich als Reaktion auf diesen Aufruf auch ehemalige Bewohner*innen melden, die ihre Zeit dort unterschiedlich erinnern. Diese Rückmeldungen werden im Rahmen der wissenschaftlichen Untersuchung berücksichtigt und fachlich eingeordnet; sie stellen die Notwendigkeit nicht in Frage, die Berichte von Betroffenen ernst zu nehmen und konsequent aufzuarbeiten.