Aufarbeitung
Aufarbeitung von Fällen sexualisierter, körperlicher und psychischer Gewalt in Kinderheimen der Caritas Duisburg
Die Caritas Duisburg arbeitet Fälle von sexualisierter, körperlicher und psychischer Gewalt in Kinderheimen unter ihrer Trägerschaft auf. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Betroffenen, deren Leid lange Zeit nicht ausreichend gehört wurde.
Die Caritas Duisburg will mit ihrer Aufarbeitung das erlittene Unrecht sichtbar machen, das Leid der Betroffenen anerkennen, ihnen Raum und Gehör verschaffen sowie ihre Perspektive verbindlich in den Aufarbeitungsprozess einbinden. Dabei stellt sich die Caritas Duisburg ihrer Verantwortung für das Geschehene. Dazu gehört ausdrücklich auch, eigenes Verhalten kritisch zu prüfen, Fehlverhalten und institutionelle Versäumnisse zu benennen und Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen.
Die Aufarbeitung begann 2023 mit Blick auf das ehemalige Duisburger Kinderdorf „Maria in der Drucht“. Seit 2025 erfolgt sie in einem strukturierten, wissenschaftlichen und extern begleiteten Prozess.
Während der Aufarbeitung von Vorfällen im ehemaligen Kinderdorf „Maria in der Drucht“ wurden Hinweise auf mögliche Vorfälle in zwei weiteren Einrichtungen im Verantwortungsbereich der Caritas Duisburg bekannt. Im Frühjahr 2026 wurde der Aufarbeitungsprozess deshalb auf das Schifferkinderheim sowie das St. Barbara Kinderheim ausgeweitet. Auch in diesem erweiterten Prozess stehen die Erfahrungen der Betroffenen im Mittelpunkt. Gleichzeitig geht es darum, mögliche strukturelle Zusammenhänge zu erkennen und daraus Konsequenzen für Schutz und Prävention zu ziehen.
Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Betroffenen, deren Leid lange nicht ausreichend gehört wurde. Verantwortung endet für uns jedoch nicht mit der Veröffentlichung der jeweiligen Abschlussberichte. Entscheidend ist auch, was wir danach mit den Erkenntnissen tun: wie wir sie auswerten, welche Konsequenzen wir ziehen und wie wir Schutz, Prävention und Organisationskultur dauerhaft weiterentwickeln.“